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Die Grenzen unserer Wahrnehmung 3/4

12. Nov. 2017 | seelische Lebensberatung, Wahrnehmung | 0 Kommentare

Was haben wir wirklich im Griff?

Vom String bis zum Universum liegen Dimensionen, die wir einfach nicht mehr erfassen können. Weder mit unserer Wahrnehmung, noch mit der uns zur Verfügung stehenden Mathematik, geschweige physikalischen Geräten.

Johannes Keppler hat zu Beginn des 17. Jahrhunderts die Umlaufbahn der Planeten erstmals berechnet. Am Ende bildeten seine Ergebnisse nur Näherungswerte. Keppler selbst begründete es damit, dass es wohl noch einen geben müsse. Kepplers Vermutungen nach einem weiteren Planeten entpuppten sich später als der Asteroidengürtel. Asteroide haben eine Größe von einem Ziegelstein bis etwa einer halben Mondgröße. Die wirkenden Kräfte aus dem Universum auf jeden einzelnen Asteroiden zu erfassen und für jeden einzelnen Asteroiden daraufhin die weitere Bahn zu berechnen ist ein Ding der Unmöglichkeit. Wir treffen auf Datenmengen und Wahrscheinlichkeiten, die nicht mehr erfassbar sind. Doch jede Änderung einer Kraft hat Auswirkungen auf alles, auch auf uns Menschen.

Diese Nichterfassbarkeit von Möglichkeiten und logisch auch die Errechnung, Vorhersage von Ereignissen werden als Chaostheorie oder auch Schmetterlingseffekt bezeichnet. Sie besagen, dass kleinste Änderungen der Ausgangslage im weiteren Verlauf nicht definierbare Ergebnisse hervor rufen. Selbst im verhältnismäßig nahen Asteroidengürtel sind die Auswirkungen auf unser Leben nicht überschaubar (darum hat z.B. der Wetterbericht mal wieder gesponnen). Was passiert erst alles pro Sekunde im Universum? Sicher, nicht alles spüren wir sofort, weil die Größe des Universums eine für uns Menschen verhältnismäßige Schwerfälligkeit besitzt. Ob nun jedoch irgendwelche Entstehung von Sternen, Zusammenprall von Asteroiden von den Strings wahrgenommen werden? Wer weiß das schon?!

Vom String bis zum Universum verdeutlichen uns die Grenzen des Erfassbaren. Der Standpunkt, wir Menschen könnten alles beherrschen und das Leben im Griff haben, wird angesichts der Blicke durch ein Mikroskop in die eine wie in die andere Richtung ad absurdum geführt. Wir führen auf dieser Erde ein Leben zwischen dem unvorstellbarem Kleinen und dem unvorstellbarem Großen. Die Welt, die wir sehen, ist nur eine, die existiert. Es existiert weit mehr, als wir wahrnehmen können.

Wenn uns die fünf Sinne Riechen, Hören, Tasten, Schmecken und Sehen die Welt nur zum Teil erklären, hilft dann vielleicht in der Erweiterung unserer Wahrnehmung ein weiterer Sinn? Vielleicht das, was wir für den sechsten Sinn halten

Bei einem Nobelpreisträger für Physik (leider erinnere ich mich nicht mehr an den Namen; ich glaube er ist Brite und Quantenphysiker) fand ich eine sehr treffende Aussage, in etwa so: „Wir Menschen können heute nicht unsere gewünschten Antworten finden. Dies, weil wir lange nicht in der Lage sind, die richtigen Fragen zu stellen.“

Mein Fazit

Ich bin dankbar für die vielen Fortschritte, die wir Menschen erreichen konnten. Ich habe davon profitiert, ich profitiere davon. Ohne den Stand der Medizin könnte ich für meinen Blog schon ein paar Jahre keine Beiträge mehr schreiben. Was ich im großen öffentlichen Diskurs vermisse sind Tugenden wie Demut, Bescheidenheit oder Dankbarkeit.

Ja, wir Menschen können erklären und haben erforscht – einen Ausschnitt von etwas Unendlichem und in diesem Ausschnitt jeweils nur bedingt einen Ausschnitt. Mehr auch nicht. Die Behauptung, wir Menschen „wissen und können das Universum erklären“ ist die Offenbarung unserer Dummheit und Arroganz. Unsere Vergangenheit hat immer wieder gezeigt: Es geht noch kleiner und noch größer.

Wer also vermag heute erneut behaupten zu wollen, dass wir jetzt am Ende aller Weisheiten angekommen sind?

Ignorieren wir Zusammenhänge, Wechselwirkungen zwischen den Dingen nur deshalb, weil wir sie nicht erkennen?

Streiten wir Wahrgenommenes nur ab, weil wir Existierendes nicht nachweisen können? Oder streiten wir ab, weil wir es nicht wahrhaben wollen?

Wie wäre es, wenn wir unserer Wahrnehmung vertrauen? Wie wäre es, wenn wir damit mit dem uns Allumfassenden verbunden sind, intuitiv?

Das, was wir oft wahrnehmen, können wir nicht begründen noch beweisen.

Und was passiert, wenn wir unseren intuitiven Weg weiter gehen? Dann hat vielleicht der Bauch wieder einmal recht gehabt? 🙂

Passend zum Thema fand ich ein Zitat von Max Planck (deutscher Physiker; Nobelpreis 1919): „Es gibt keine Materie, sondern nur eine Gewebe von Energien, dem durch intelligenten Geist Form gegeben wurde…“

>>> Teil 1 des Artikels: Wir Menschen (irr)glauben & Der Weg in die Mikrowelt <<<

>>> Teil 2 des Artikels: Ausflug in die Makrowelt <<<

>>> Teil 4 des Artikels: Wahrnehmung und Wahrheit <<<

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